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Home Artikel Gesellschaft
Von Herzen begegnen

Von Herzen begegnen

von Redaktion
19. Oktober 2024 - Aktualisiert am 21. Oktober 2024
in Gesellschaft, Printausgabe
Lesezeit:7 Min.
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2

von Michael Krieß 

Wie ist es möglich, unsere naturgegebene Würde zu leben und diese auch unseren Mitmenschen entgegen zu bringen? Wie können wir unsere individuelle Einzigartigkeit vollständig zum Ausdruck bringen, ohne den Ausschluss aus der Gemeinschaft fürchten zu müssen? Wie schaffen wir die Möglichkeiten zu mehr wahrhaftiger Begegnung? Aus solchen und noch mehr Fragen sind in den vergangenen Monaten Projekte ins Leben gekommen, in denen Menschen eine neue Kultur des Miteinander leben. 

Manchmal führt das Leben dich auf direktem Weg ins Glück. Plötzlich steht da ein Mensch vor dir. Einer, der genau der richtige ist. Einer, der furchtlos genug ist, dir in seiner ganzen Verletzlichkeit zu begegnen. 

Was für ein Geschenk.

Dieses Geschenk hat das Leben uns gleich in doppelter Form in den vergangenen Jahren gemacht. Wir trafen uns beim Rodeln. Wir lernten uns über Facebook kennen. Plötzlich waren wir Weggefährten und Seelenbrüder. Immer öfter trafen wir uns zu dritt, unternahmen Ausflüge ebenso wie sich spontane Abenteuer mehr einstellten, als dass wir sie geplant hätten.

Wir lernten viele Menschen kennen und bekamen oft erstaunte und wohltuende Reaktionen auf unser Zusammensein. Wir bemerkten selbst rasch: etwas fühlt sich anders an, als in allen bisherigen Freundschaften. Da war nie so etwas wie Oberflächlichkeit. Wir landeten immer sofort in den Tiefen der jeweils auftauchenden Gefühle, die uns begleiteten. Wir öffneten uns scheinbar furchtlos und erlaubten uns damit eine Intensität der Begegnung, die uns bis dahin unbekannt war. 

Eine Intensität der Begegnung auch mit uns selbst. Denn vielleicht zum ersten Mal in unseren Leben war da kein Impuls, dem anderen helfen zu müssen. Selbst wenn der eine Not kundtat. Das klingt paradox. Aber genau darin liegt der Schlüssel zu unserem Gefährtentum und zu unserer Seelenbruderschaft. Jeder darf genau so sein wie er ist. Es macht den anderen keine Angst, wenn da Schmerz auftaucht. Sie heißen ihn willkommen und geben ihm allen Raum, der ihnen innewohnt. Sie bezeugen ihn. Und das empfinden wir alle als ungemein heilsam.



“Wir öffneten uns scheinbar furchtlos und erlaubten uns damit eine Intensität der Begegnung, die uns bis dahin unbekannt war.”


Wir, das sind Marcus, Michael und Thomas. Alle in unseren Fünfzigern.  In unterschiedlichsten Lebenssituationen. Mit unterschiedlichsten Lebenserfahrungen und Hintergründen. Und einer Gemeinsamkeit: einem tiefen Sehnen nach Wahrhaftigkeit und authentischer Begegnung. Seitdem wir uns vor eineinhalb Jahren zu einem Dreigespann gefunden haben, ist viel in unser Zusammensein gekommen. 

Etwa zusammenSEIN:
In diesem Projekt entsteht für uns wie für andere Teilhabende Raum für noch Unerhörtes, Ungesehenes, Ungefühltes und damit Klärendes für die Qualität eines möglichen nächsten Schrittes. Wir stellen unsere Präsenz zur Verfügung. Dazustoßende dürfen – wie wir selbst – genau so sein, wie sie sind. Gemeinsam laden wir das Leben ein, aus dieser Tiefe der Begegnung neue Erfahrung entstehen zu lassen.

Ein zweites Projekt nennt sich Herzenswohnzimmer. 
Darin begegnen sich Thomas und Michael. Spontan und ungezwungen laden sich Themen zu Gesprächen ein, die vor der Kamera authentisch geführt und auf Facebook sowie mittlerweile auch Youtube hochgeladen werden.

Mit der Zeit und dem Wunsch der kleinen Gemeinde an Abonnenten, die sich gebildet hat, haben sich auch Zoom-Treffen etabliert, in denen wir die Qualität unserer Begegnung gemeinsam mit anderen einladen. Das Sehnen nach einer neuen Kultur des Miteinander hat auch die Schnabelweide ins Leben gebracht. Auf der Plattform von Stefan Tilg üben wir uns in einer wieder anderen Art als Gastgeber für Prozesse. Auch dort versuchen wir etwas zu beleben, das die Bezeichnung “Kultur” überhaupt verdient. 

“Wir erleben in den von uns geöffneten Räumen gemeinsam mit anderen die Befreiung aus uralten Mustern.”

Was macht Kultur möglich, wenn nicht unsere Menschlichkeit?

Und was ist unsere Menschlichkeit anderes als die Fähigkeit, das Wunder zu erkennen, das unser Sein inmitten von so viel unerklärlicher Schönheit bedeutet? Wie erreichen wir eine gesamtgesellschaftliche Mobilisierung aller Kräfte, mit dem Ziel die Lebendigkeit willkommen zu heißen? Angesichts einer immer größer werdenden Zahl von Mitmenschen, deren psychischer Zustand Begleitung erfordert, die von Therapeuten alleine gar nicht mehr zu leisten ist. Unter ihnen schockierende 30 Prozent der Erwachsenen und noch viel alarmierendere 50 Prozent der Jugendlichen. Wohin führt das eine Gesellschaft, wenn das niemanden mehr interessiert?

Und interessiert das wirklich niemanden? Oder kommt es bloß in der veröffentlichten Meinung kaum an relevanten Stellen vor? Wir stehen vor vielen Fragen. Die Antworten liegen für uns in einer Begegnung von Menschen, die diesen Namen verdient und in gegenseitige Berührung mündet. In der jeder sicher ist. Vor Bewertung. Vor Belehrung. Vor Mitleid. 

Wir erleben in den von uns geöffneten Räumen gemeinsam mit anderen die Befreiung aus uralten Mustern. Die irgendwann in uns wirkmächtig wurden, weil wir die Auswirkungen der Jahrtausende struktureller Gewalt auf unser Umfeld nicht überleben zu können fürchteten. Zu Recht. Die unbewusst in unsere Leben kamen und deshalb später aus einem Dunkel in uns heraus tiefe Beziehungen verhinderten und uns nicht selten am Dasein verzweifeln ließen. 

Wir erleben die Scham, die Ohnmacht, die Hilflosigkeit, die sich in uns allen eingenistet haben und ihre verbindungsverhindernden Blüten treiben. Gemeinsam eingeladen erleben wir aber auch, dass all diese lange überwältigenden Gefühle ihre schädigende Kraft verlieren, wenn wir ihnen in echter Gemeinschaft begegnen.

Noch wissen wir nicht, wohin die Reise uns genau führen wird. Es ergeben sich immer spannendere Kontakte und Möglichkeiten. Wir glauben an die Möglichkeit, die Utopie eines lebendigeren Morgen für uns alle, gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen.

Wir glauben an die Menschlichkeit.
Oder wie Rutger Bregmann, dass der Mensch im Grunde gut ist.

Jetzt schon.

Und immer.  

Wenn du dich angesprochen fühlst, gibt es verschiedene Begegnungsräume, in denen wir uns direkt treffen können. Oder vielleicht möchtest du den wohlig tief gehenden Gesprächen im Herzenswohnzimmer auf YouTube oder Facebook lauschen? Du kannst uns gerne auch direkt unter michi@3raum.at kontaktieren.

Thomas Seiter, Jahrgang 1967, ist ein humorvoller Freigeist. Er arbeitet u.a. als Fotograf, Antiquitätenhändler, DJ und widmet sich allen Themenbereichen, die ihm Freude bereiten und Neues vermitteln

Michael Krieß, Jahrgang 1971, Suchender, Findender, Freigeist, Familienvater, Shiatsu-Praktiker, Journalist und Moderator, Komödiant. Lange rastlos suchend, lässt er sich jetzt vom Leben immer öfter finden.
Es gibt nichts zu tun.

Über den Autor

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info@stichpunkt-magazin.com

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Tags: GastartikelGesellschaftKulturMiteinander
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Kommentare 2

  1. Renate Gabriel says:
    1 Jahr vor

    Ich habe durch Zufall diesen Text gelesen und mich sofort angesprochen gefühlt. Danke für diese Inspirationen

    Antworten
    • Evelyn Ritt says:
      1 Jahr vor

      Vielen Dank für Ihren Kommentar! Das freut uns sehr, wenn wir zur Inspiration beitragen können!

      Antworten

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